Am Anfang steht eine Entscheidung
Brand Design Lab. Eine Idee ist geboren, doch sie bleibt unsichtbar. Kein Logo. Keine Farben. Kein Bild.
Was da ist, ist Unternehmergeist. Und eine bewusste Entscheidung: Wenn ein Brand Design Lab entsteht, darf sein eigenes Erscheinungsbild kein Selbstzitat sein. Kein Abklatsch. Kein Übliches.
Es muss dieselbe Sprache sprechen wie die Menschen, für die es arbeitet—Kunden, Team, Fachwelt.
Die erste Frage
Bevor eine einzige Form gezeichnet wurde, stand eine andere Frage im Raum: Wie sieht der Arbeitsalltag aus, den dieses Design tragen soll?
Hier entstehen keine Kampagnen, sondern Systeme. Hier wird gedacht, getestet, verworfen, neu zusammengesetzt. Zwischen Skizzen, Diagrammen, Screens, Materialien und KI.
Das Corporate Design musste genau das aushalten: Unschärfe am Anfang. Präzision am Ende.
Warum dieser Name?
»Brands New Future« war kein Naming aus Marketinglogik. Der Name entstand aus dem Anspruch, nicht den Status quo zu beschreiben, sondern Entwicklung.
Der Name lässt Raum. Er definiert keine Lösung, sondern eine Richtung. Genau das braucht ein Markenlabor.
Wie das Markenzeichen entstand
Der Urgedanke der Bildmarke liegt in der Zellteilung—dem grundlegenden Prinzip von Wachstum und Erneuerung. Dieses biologische Prinzip wurde visuell in ein modulares Zeichen übersetzt. Gleichwertige Elemente verbinden sich zu einer neuen, stabilen Struktur, ohne ihre innere Ordnung zu verlieren. Die Fusion der Kreise steht für Wachstum durch Verbindung und klare Organisation.
Die Wortmarke wurde bewusst auf Lesbarkeit hin gestaltet, während ihre Details ihr einen eigenständigen Charakter verleihen. Subtile Anleihen aus Konstruktivismus und Brutalismus erzeugen Spannung, ohne die Funktionalität zu beeinträchtigen. So entsteht eine Wortmarke, die selbstbewusst wirkt und zugleich unverwechselbar in ihrem Ausdruck ist.
Vom Zeichen zum Key Visual
Das Key Visual von Brands New Future ist die konsequente Weiterführung der Bildmarke.
Das Pattern leitet sich aus demselben kreisförmigen Raster ab, das der Konstruktion des Zeichens zugrunde liegt. Dadurch entsteht ein geschlossenes System, in dem Logo und visuelle Anwendungen dieselbe gestalterische Sprache sprechen.
Die Muster sind bewusst kraftvoll, spielerisch und dynamisch angelegt. Sie erzeugen Bewegung, Rhythmus und Spannung, ohne die Ordnung zu verlieren. So verstärken sie die Markenidentität, statt sie zu überlagern.
Farbe jenseits von Schwarz
Die Farbwelt folgt keiner Mode, sondern bewährten Farbharmonien. Es wurde bewusst kein schwarz-weißer Auftritt gewählt, wie er in der Designwelt oft zu sehen ist, sondern ein klares Bekenntnis zu Farbe.
Im Zusammenspiel wirken die Farben modern, unterstützen barrierefreie Lesbarkeit und helfen im Arbeitsalltag, Inhalte schnell zu erfassen und einzuordnen.
Im Außenauftritt trägt die Farbwelt zur klaren Positionierung der Marke bei.
Vom Screen ins Objekt
Das Corporate Design endet nicht digital. Es setzt sich fort in Materialien, Drucksachen und Objekten. Was am Screen präzise gedacht ist, muss in der Umsetzung genauso präzise sein. So wird Gestaltung greifbar.
Ein System für Entwicklung
Das Corporate Design von Brands New Future ist kein fertiges Werk. Es ist ein offenes System.
Es erlaubt Veränderung, ohne die Identität zu verlieren. Es wächst mit dem Lab, mit den Projekten, mit den Anforderungen.
Nicht jede Entscheidung fällt auf. Aber jede Entscheidung trägt.
Credits:
Roderick Aichinger—Fotografien Portraits